Mohamed T. Chikhaoui '66

An einem Strand in Tunis half ein junger Mann einem Kleinkind, einen in den Wellen schwimmenden Ball zu bergen. Diese einfache Tat hat Mohamed Chikhaoui, der Studenten aus Cambridge, Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten dabei hilft, den intellektuellen Reichtum und den Geist des MIT zu teilen, lebenslange Verbindungen ausgelöst.

Mohamed T. Chikhaoui

Chikhaoui war in der High School, als er das Spielzeug dieses Kindes holte. Es stellte sich heraus, dass die Eltern des Jungen amerikanische Kulturattachés waren, die für USAID arbeiteten. Sie fragten, ob er erwogen habe, in den USA ein College zu besuchen. Ich habe nur gelacht, erinnert er sich. Aber die Gesandten sorgten für Stipendienhilfe, und Chikhaoui kam nach Cambridge, wo seine Fußballkenntnisse dem MIT-Team halfen, eines der besten in Neuengland zu werden, so die Tech. Im Frühjahr 1965 unterrichtete Chikhaoui auf Einladung des Außenministeriums eine Orientierungshilfe für Freiwillige des Friedenskorps, die in sein Heimatland reisten. Für mich war dies ein unvergessliches, positives Erlebnis, sagt er. Dies waren aufgeweckte junge Leute, die wirklich begierig waren, in andere Länder zu reisen, andere Kulturen kennenzulernen und zu helfen, wo sie konnten.

Nach dem Studium der Elektrotechnik und Informatik am MIT erwarb Chikhaoui einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Sorbonne. Er arbeitete im Gesundheitswesen in Paris, wo er seine Frau kennenlernte, und dann in Deutschland. Als nächstes zog er nach Saudi-Arabien, wo er bei der Entwicklung der modernen Krankenhausinfrastruktur des Landes half.



Im Ruhestand lebt Chikhaoui wieder in Deutschland. Als Präsident des MIT Club of Germany von 2007 bis 2012 organisierte er jährliche Treffen, an denen die Professoren Wolfgang Ketterle und Phillip Sharp – beide Nobelpreisträger – sowie Bundeskanzler Eric Grimson teilnahmen.

Chikhaoui ist stolz auf die erfolgreichen Bemühungen des Clubs, jeden Sommer vier deutsche Gymnasiasten für eine Woche in das Science and Engineering Program for Teachers (SEPT) des MIT zu schicken. Voller Begeisterung kehren sie zurück, sagt Chikhaoui: Diese Faszination soll an ihre Schüler weitergegeben werden. In Zusammenarbeit mit dem MIT International Science and Technology Initiatives (MISTI)-Programm in Deutschland half Chikhaoui dabei, MIT-Studenten für den Unterricht an deutschen Gymnasien während des IAP zu gewinnen. Er richtet auch den 50.000 US-Dollar schweren Businessplan-Wettbewerb, der vom MIT Enterprise Forum für die panarabische Region veranstaltet wird. 2012 ehrte ihn die Alumni-Vereinigung mit dem Harold E. Lobdell ‘17 Award für seinen langjährigen engagierten Einsatz.

Chikhaoui blieb seinen Mentoren – seinem Fakultätsberater Henry Morss und Eugene Chamberlain vom International Students Office – zeitlebens nahe. Er blieb auch mit der Familie in Kontakt, die ihn an jenem Tag an einem nordafrikanischen Strand auf den Weg zum MIT brachte.

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